Die US-Futures befinden sich am heutigen Montag auf Erholungskurs, nachdem der S&P 500 vergangene Woche knapp 2 Prozent an Wert verloren hatte. Dies war der stärkste Wochenrückgang seit Ende Juni. Der NASDAQ100 sackte um 4,5 Prozent ab und beendete damit eine vierwöchige Gewinnserie. Allerdings scheinen die Investoren nach dem bekannten „Buy-the-Dip“-Motto wieder zuzugreifen.
Heard in New York
Sorgen um die Nachhaltigkeit des KI-Booms rückten in den Mittelpunkt, nachdem CNBC unter Berufung auf Quellen berichtete, dass Anthropics Umsatz im dritten Quartal 16,8 Mrd. US-Dollar betrug. Das ist zwar ein Anstieg gegenüber 11,6 Mrd. US-Dollar im zweiten Quartal, doch bei Anlegern kamen Zweifel auf, ob das Wachstumstempo mit dem Ausbau der KI-Infrastruktur mithalten kann.
Der Neocloud-Vertreter CoreWeave, der hohe Schulden aufnimmt, um Rechenzentren zu bauen und an Technologieunternehmen zu vermieten, stand im Zentrum dieser Sorgen. Der KI-Wert stürzte vergangene Woche um 25 Prozent ab – der stärkste Wochenverlust seit November 2025. Anleger am Markt für Unternehmensanleihen wenden sich zunehmend von CoreWeave ab. Die Kreditausfallversicherungen des Unternehmens erreichten Krisenniveaus.
Konnichiwa Tokio!
Die asiatischen Börsen präsentierten sich am Montagmorgen uneinheitlich. Der japanische Nikkei 225 verlor zuletzt 0,5 Prozent auf 64.976 Punkte. Positive US-Futures halfen dabei, die Stimmung ein wenig zu eben, nachdem die Sorgen rund um den KI-Sektor am Freitag noch die US-Börsen und damit die Märkte auf dem restlichen Globus belastet hatten.
So steht´s um den DAX
Der DAX zeigt sich zu Beginn der neuen Handelswoche wenig bewegt. Positiv hervorzuheben ist laut Aussagen der Helaba-Analysten, dass es dem DAX gelungen sei, seine 21- und 100-Tagelinien zu überwinden, ebenso wie das 38,2 %-Retracement. Der Weg für eine weitergehende Befestigung sei frei, zumal die technischen Indikatoren in der Summe als unterstützend zu werten seien.
„Lediglich das DMI-Verkaufssignal stört das Bild noch. Die nächste Hürde findet sich in Form der 55-Tagelinie bei 25.760. Darüber wäre das 61,8 %-Erholungslevel bei 25.921 in Reichweite. Indikationen vonseiten des Futurehandels lassen auf einen leicht schwächeren Wochenbeginn schließen“, heißt es weiter.
So handeln Sie heute den DAX
Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Wertentwicklung.
Das Long-Szenario: Hält das Momentum zum Start in die neue Woche an, würden sich die Blicke auf die kurzfristige 50-Tage-Linie (25.721) und auf das Hoch vom 6. Juli bei 25.900 richten. Darüber wäre ein Sprint an die 26.000er-Barriere möglich. Oberhalb dieses Levels ließe sich ein weiterer Widerstand am Top vom 4. September bei 26.168 antragen, bevor es um den Bremsbereich rund um 26.400 gehen dürfte.
Das Short-Szenario: Entpuppt sich der Ausbruch hingegen als Fehlsignal und fallen die Notierungen in den Abwärtstrendkanal zurück, müsste zuerst auf den GD100 (25.425) geachtet werden. Darunter sollte das September-Tief bei 25.164 stützend wirken, ehe die 25.000er-Marke auf den Prüfstand gestellt werden könnte. Verliert der DAX diesen Halt, wäre ein Rücksetzer an die 200-Tage-Linie (24.876) denkbar. Unterhalb des langfristigen Durchschnitts würden sich das Juli-Tief bei 24.651 und die untere Trendkanalbegrenzung als mögliche Unterstützungen anbieten.
| Produkt (Call) | WKN | SL/KO/Strike* | Hebel |
|---|---|---|---|
| Open End Turbo Call | UJ5X61 | 22.517,77 | 8,59 |
| Open End Turbo Call | WA1DCX | 23.466,01 | 12,60 |
| Produkt (Put) | WKN | SL/KO/Strike* | Hebel |
| Open End Turbo Put | UP22B6 | 28.478,26 | 8,47 |
| Open End Turbo Put | WB0WZX | 27.481,95 | 12,65 |
*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand: 19.10.2026, 7:00 Uhr
Wichtige Tagestermine
Heute stehen vor allem die chinesischen Einzelhandelsumsätze, die neuesten Daten zur Industrieproduktion und das Q3-BIP im Fokus. Letzteres fiel laut Angaben der Pekinger Regierung mit +4,5 Prozent besser als erwartet aus. Im Vorquartal hatte das Plus noch bei 4,3 Prozent gelegen. Für die ersten neun Monate wurde ein Zuwachs von 4,6 Prozent ausgewiesen.
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