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Im Fall der Deutschen Bank (WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008) setzen immer mehr Shortseller, insbesondere Hedgefonds, auf einen weiteren Preisverfall. Laut dem Bundesanzeiger sind aktuell rund 5 Prozent aller Anteilsscheine beim deutschen Branchenprimus leerverkauft. Zu den Hedgefonds, von denen die Aktie leerverkauft wird, gehören demnach AQR Capital Management (2,28 Prozent), Capital Fund Management (0,57 Prozent), Marshall Wace (0,91 Prozent), Caxton Associates (0,59 Prozent) und WorldQuant (0,59 Prozent). Dabei hat die Deutsche-Bank-Aktie bereits einen deutlichen Abstieg hinter sich gebracht. Die Commerzbank (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001) traf es zuletzt ebenfalls hart.

Seit Jahresbeginn liegt die Commerzbank-Aktie mit rund 11 Prozent im Minus. Nachdem es Anfang 2019 noch nach einer Erholung ausgesehen hatte, folgten im Frühjahr und Sommer deutliche Kursverluste. Trotz des nun erreichten Rekordtiefs im Bereich von 5 Euro ist es nicht sicher, dass sich die Talfahrt nicht fortsetzen wird. Umso mutiger sollten Schnäppchenjäger sein, die schon frühzeitig auf eine Stabilisierung und sogar ein Comeback des MDAX-Wertes setzen möchten.

Schließlich hat die Commerzbank mit der jüngsten Vorlage der Geschäftszahlen zum zweiten Quartal Marktteilnehmer nicht gerade vom Hocker gerissen. Zwischen Januar und Juni wurde ein operatives Ergebnis in Höhe von 542 Mio. Euro erzielt. Ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 659 Mio. Euro. Im zweiten Quartal schrumpfte das Ergebnis um 25,7 Prozent auf 298 Mio. Euro. Das Institut hatte mit mehr Kreditausfällen zu kämpfen. Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis lag im ersten Halbjahr bei 391 Mio. Euro (Vorjahr: 533 Mio. Euro) und im zweiten Quartal bei 271 Mio. Euro (Vorjahr: 272 Mio. Euro).

Außerdem ist es kein gutes Zeichen, wenn das Management davon spricht, dass die Herausforderungen für die Branche und für die Commerzbank weiter zunehmen dürften. Noch rechnet das Institut für 2019 mit einem leichten Anstieg des Konzernüberschusses, allerdings sei dieses Ziel laut Unternehmenseinschätzung aufgrund der jüngsten Ergebnisschwäche sowie der sich spürbar eintrübenden gesamtwirtschaftlichen Lage und der zunehmend von Unsicherheit geprägten geopolitischen Situation deutlich ambitionierter geworden.

Im Vorjahr galten noch mögliche Leitzinserhöhungen der EZB als ein Hoffnungsschimmer für den europäischen Bankensektor. Angesichts der Marktturbulenzen (Handelsstreit, Brexit, schwache Konjunktur) sieht es jedoch eher danach aus, als sollte die EZB ihre Geldpolitik weiter lockern. Zudem drohen bei einer sich abschwächenden Konjunktur weitere Kreditausfälle. Es bleibt abzuwarten, ob die Commerzbank mit neuen Einsparungen und Erfolgen wie dem Kundenfang im Privatkundenbereich gegensteuern kann.

Anleger, die trotzdem der pessimistischen Aussichten von einem Comeback der Commerzbank-Aktie überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat Long (WKN: MC03C5 / ISIN: DE000MC03C56) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: MF2LM3 / ISIN: DE000MF2LM32) die Gelegenheit auf fallende Kurse der Commerzbank-Aktie zu setzen.

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