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Der Luxusgüterkonzern LVMH (WKN: 853292 / ISIN: FR0000121014) konnte zuletzt trotz der Proteste in Hongkong und einer Konjunkturabkühlung seine Wachstumsdynamik steigern. Hugo Boss (WKN: A1PHFF / ISIN: DE000A1PHFF7) konnte gegen diese negativen Effekte dagegen nicht so gut ankämpfen.

Für 2019 geht das Management des MDAX-Unternehmens nun davon aus, dass der Konzernumsatz auf währungsbereinigter Basis im niedrigen einstelligen Prozent­bereich steigen wird (bisherige Prognose: unteres Ende eines Anstiegs im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet). Zudem wird das 2109er-EBIT bei 330 bis 340 Mio. Euro gesehen. Bisher wollte Hugo Boss den Vorjahreswert von 347 Mio. Euro im hohen einstelligen Prozentbereich steigern.

Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 1 Prozent auf 720 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei 80 Mio. Euro, nach 92 Mio. Euro im Vorjahr. Dieser Wert sie laut Unternehmensangaben hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Neben dem geringer als erwartet aus­gefallenen Umsatzwachstum trugen hierzu auch höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit Veränderungen im Management des Konzerns bei, hieß es von Konzernseite.

Die Gewinnwarnung veranlasste die Analysten bei HSBC, das Kursziel für die Hugo Boss-Aktie drastisch von 73,00 auf 47,00 Euro zusammenzustreichen und das Rating von „Buy“ auf „Hold“ zu ändern. Bei RBC sieht man weitere Herausforderungen auf Hugo Boss und die Bekleidungsbranche insgesamt zukommen. Daher lautet das Rating nun „Sector Perform“ und nicht mehr „Outperform“. Das Kursziel wurde von 69,00 auf 50,00 Euro nach unten gefahren.

FAZIT. Hugo Boss musste in den vergangenen Jahren bereits ein schmerzhaftes Effiziensprogramm stemmen. Jetzt haben sich die Marktaussichten zusätzlich eingetrübt. Auch wenn die im MDAX gelistete Hugo Boss-Aktie nun günstiger geworden ist und der Einstiegszeitpunkt attraktiv erscheint, sollten Anleger eine Erholung abwarten. Doch diese könnte längere Zeit auf sich warten lassen.

Anleger, die auf weitere Kursverluste der Hugo Boss-Aktie setzten und sogar überproportional von fallenden Notierungen des MDAX-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: GB3N3R / ISIN: DE000GB3N3R9) auf der Short-Seite an.

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