Bildquelle: Uber

Der Fahrdienstleister Uber (WKN: A2PHHG / ISIN: US90353T1007) wird seine Geschäftszahlen zum dritten Quartal 2019 am 4. November präsentieren. Anleger dürften unter anderem auf Hinweise hoffen, wann der Konzern endlich profitabel arbeiten möchte. Im zweiten Quartal 2019 wies Uber noch einen Nettoverlust in Höhe von 5,2 Mrd. US-Dollar aus. Dieser war zu einem großen Teil Aufwendungen für Mitarbeiteraktien im Zusammenhang mit dem Börsengang geschuldet, doch auch ohne diese Ausgaben hätte ein deutliches Minus zu Buche gestanden.

Ohnehin ist die Ride-Hailing-Branche (Mitfahrdienste) derzeit nicht gerade dafür bekannt, Unternehmen satte Gewinne zu bescheren. Vielmehr herrscht weltweit ein erbitterter Preiskampf. Einen solchen hat Uber vor Jahren in China gegen heimische Anbieter wie Didi Chuxing verloren, so dass sich das Unternehmen aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zurückziehen musste. Möglicherweise könnte es Uber helfen, sich auf den Bereich Mitfahrdienste und einige der wichtigsten Städte in Nordamerika und anderen Märkten zu konzentrieren. Ähnlich wie es der kleinere, jedoch deutlich schneller wachsende, Konkurrent Lyft versucht. Bei Uber hat man dagegen eher das große Ganze im Blick.

Eines Tages sollen Fahrer selbstfahrenden Robotertaxis und später autonom fliegenden Drohnen weichen und sowohl Fahrgäste als auch Güter befördern. Darüber hinaus ist die Uber-App heutzutage in mehr als 700 Städten dieser Welt zu finden. Diese Märkte gilt es für das Management mit den verschiedenen regulatorischen Anforderungen und der jeweiligen Konkurrenzsituation im Blick zu behalten. Doch das ist nicht alles. Neben der Beförderung von Personen hat Uber seine Geschäftstätigkeiten unlängst ausgeweitet. Unter anderem auf die Felder Essensauslieferungen oder Frachtbuchungen. Auch deshalb sieht sich Uber an der Spitze, wenn es um die Entwicklung der Mobilität der Zukunft geht.

Allerdings dürften einige Marktteilnehmer die Sorge haben, dass sich das Management angesichts der vielen Vorhaben verzettelt und die kurzfristige Steigerung der Profitabilität aus dem Blick verliert. Neben den zwischenzeitlichen Börsenturbulenzen ist diese Unsicherheit ein Grund, warum der am 10. Mai dieses Jahres erfolgte Uber-Börsengang nicht als Erfolg gewertet werden kann. Noch bevor die Anteilscheine mit dem Tickerkürzel „UBER“ an der New York Stock Exchange in den Handel gingen, wurden die Bewertungen des Unternehmens nach unten gefahren. In den vergangenen Monaten rutschte die Uber-Aktie zeitweise deutlich unter den Ausgabepreis von 45 US-Dollar. Zuletzt wurde jedoch eine Stabilisierung beobachtet. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob diese Erholung von nachhaltiger Natur sein wird.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Uber-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DC4R5S / ISIN: DE000DC4R5S2) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 4,78, die Barriere bei 26,80 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DC4R6A / ISIN: DE000DC4R6A8, aktueller Hebel 1,86, Barriere bei 47,35 US-Dollar) auf fallende Kurse der Uber-Aktie setzen.

Stand: 29.10.2019/Ein Gastkommentar von Christian-Hendrik Knappe, db x-markets

© Deutsche Bank AG 2019

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