Bildquelle: Pressefoto Deutsche Telekom

Jahrelang gab es für Aktionäre der Deutschen Telekom (WKN: 555750 / ISIN: DE0005557508) nur wenig Grund zur Freude. Die T-Aktie war in einer Seitwärtsbewegung gefangen. Zum Trost gab es jedoch ordentliche Ausschüttungen. Umso enttäuschter reagierten Anleger auf die jüngste Ankündigung des DAX-Konzerns.

Die Deutsche Telekom passt ihren Dividendenausblick an, hieß es am Donnerstag. Für 2019 soll es lediglich 60 Cent je Aktie geben, nachdem im Vorjahr noch 70 Cent je Anteilsschein ausgeschüttet wurden. Der ehemalige Staatsmonopolist muss das Geld zusammenhalten. Schließlich dürfte bald die Fusion zwischen T-Mobile US (WKN: A1T7LU / ISIN: US8725901040) und Sprint anstehen. Die US-Wettbewerbsbehörde Federal Communications Commission (FCC) hat dem Zusammenschluss nun die formelle Genehmigung erteilt.

Außerdem musste die Deutsche Telekom unerwartet viel Geld bei der 5G-Mobilfunk-Auktion in Deutschland hinlegen. Allerdings waren dies notwendige Ausgaben. Schließich dürfte die 5. Generation des mobilen Internets den Telekommunikationsmarkt ordentlich durcheinanderwirbeln und den Telekommunikationskonzernen neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.

Zudem konnte die Deutsche Telekom mit einigen Erfolgen im dritten Quartal aufwarten. Der Umsatz kletterte um 4,8 Prozent und übertraf erstmals in der Unternehmensgeschichte in einem Quartal die Marke von 20,0 Mrd. Euro. Gleichzeitig legte das bereinigte EBITDA AL gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,4 Prozent auf 6,5 Mrd. Euro zu. Für das Gesamtjahr wird nun mit einem Wert in Höhe von 24,1 Mrd. Euro gerechnet, nachdem die Prognose zuvor bei 23,9 Mrd. Euro gelegen hatte.

FAZIT. Die Erholungsrallye der Telekom-Aktie fand in den vergangenen Wochen ein jähes Ende. Selbst wenn die Fusion zwischen T-Mobile US und Sprint durchgewunken werden sollte, könnten sich danach im Zuge der Integration neue Fragezeichen auftun. Auch der Aufbau der 5G-Netze hält einige Fragezeichen parat. Trotzdem kann auch die gesenkte Dividende weiter als Trost dienen. Selbst bei 0,60 Euro je Aktie ergibt sich derzeit eine Dividendenrendite von knapp 4 Prozent, was im derzeitigen Niedrigzinsumfeld nicht wenig ist.

Anleger, die von steigenden Kursen bei der Deutschen Telekom überzeugt sind, können mit einem Long Mini Future (WKN: VL9WD6 / ISIN: DE000VL9WD65) gehebelt von diesem Szenario profitieren. Pessimisten haben dagegen mit den entsprechenden Short-Produkten (WKN: VE269W / ISIN: DE000VE269W5) die Möglichkeit, auf einen Kursverfall der Aktie zu setzen.

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Telekom

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