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Inzwischen eröffnen sich Anlegern immer Möglichkeiten, mit ihren Investments, den Kampf gegen die Folgen des Klimawandels und der zunehmenden Umweltverschmutzung zu unterstützen oder im Rahmen der Geldanlage Aspekte der auf ethischen Grundsätzen basierenden Unternehmensführung zu verfolgen. Auch die LBBW ist sich ihrer Verantwortung zum nachhaltigen Handeln bewusst und ist in Sachen Nachhaltigkeit ein Vorreiter unten den europäischen Universalbanken.

Die LBBW unterzeichnete im August 2019 als erste deutsche Universalbank die Principles for Responsible Banking (PRB). Diese freiwillige Initiative für verantwortungsvolles Banking geht von der UNEP Finance Initative (UNEPFI) aus, die unter dem Dach des Umweltprogramms der Vereinten Nationen läuft.

Bisher waren Anlagevehikel, die sich dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben haben, aufgrund der hohen Mindestvolumina häufig institutionellen Anlegern vorbehalten. Die LBBW will nachhaltige Investments einer breiteren Anlegerschicht zugänglich machen. Dazu soll der MSCI Nachhaltigkeitsindex beitragen. Mit seiner Hilfe können auch Privatanleger schon ab einem Anlagebetrag von 1.000 Euro nachhaltig investieren. Denn der Index erweitert das Basiswertspektrum der LBBW und kann künftig Zertifikaten und strukturierten Anleihen zugrunde gelegt werden. Der Fokus soll dabei auf den bei Anlegern stark gefragten Express-Strukturen liegen. Zudem ist die LBBW als starkes Express-Haus bekannt mit einer langjährigen Erfahrung im Zertifikategeschäft.

Den MSCI Nachhaltigkeitsindex hat die LBBW gemeinsam mit MSCI ins Leben gerufen. Mit seinen über 7.000 Kunden ist der weltweit tätige Index-Anbieter (u.a. MSCI World) für die Zusammenstellung eines auf nachhaltigen Kriterien basierenden Index prädestiniert. Neben einer Expertise von mehr als 30 Jahren in der ESG-Analyse verfügt MSCI über ein qualitativ hochwertiges Inhouse ESG-Research mit über 200 Analysten. Über 1.300 Anleger und Marktteilnehmer, darunter 46 der 50 größten Asset Manager weltweit, beziehen das ESG-Research von MSCI. ESG steht für „Environment, Social, Governance“, also für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.

Grundlage des MSCI Nachhaltigkeitsindex bildet der Mutterindex MSCI EMU SRI Index, der auf dem Ausgangsuniversum von rund 250 Aktienwerten des MSCI EMU Index basiert. Auf diese Aktienwerte wird eine Kombination aus wertbasierten Ausschlüssen und einem Best-in-Class-Auswahlverfahren angewandt. Beispielsweise sind Unternehmen mit einer Ausrichtung auf Waffen, Kernkraft, Glücksspiel, Erwachsenenunterhaltung oder Tabak ausgeschlossen, ebenso wie Unternehmen, die an schweren und sehr schweren Kontroversen beteiligt sind. Unternehmen müssen entsprechend dem Best-in-Class-Ansatz zudem die besten ESG-Ratings aufweisen. Für die Aufnahme in den MSCI EMU SRI Select 30 Decrement 3,5 % Index werden aus den Unternehmen, die alle Auswahlkriterien für den MSCI EMU SRI Index erfüllen, die 30 Unternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung unter Anwendung eines Liquiditätsfilters ausgewählt und im MSCI EMU SRI Select 30 Decrement 3,5 % Index gleichgewichtet. Die Indexzusammensetzung wird vierteljährlich (Februar, Mai, August und November) überprüft.

Bei jeder Überprüfung erfolgt eine Gleichgewichtung der Indexwerte. Wie gut Anleger mit dem MSCI Nachhaltigkeitsindex in der Vergangenheit gefahren wären, zeigt ein Blick auf eine Simulation zu seiner hypothetischen Rückrechnung. In den vergangenen fünf Jahren konnte er eine klare Outperformance gegenüber dem EURO STOXX 50 verbuchen. Allerdings sollten Anleger beachten, dass Vergangenheitsdaten kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen sind!

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