Bildquelle: markteinblicke.de

Es gibt eine gute, eine weniger gute und eine schlechte Nachricht. Fangen wir direkt mit der letztgenannten Variante an und fallen quasi mit der Tür ins Haus: Nein, der DAX hat es (Achtung: bislang, Redaktionsschluss Freitag, 10.30 Uhr!) nicht vermocht, in dieser Woche auf ein neues Rekordhoch zu klettern! Buuuh! So, genug Unmut kundgetan, kommen wir zu der weniger guten Botschaft. Die besagt, dass sich zwischen den heimischen und den US-Aktienmärkten eine nicht unwesentliche Kluft (im Fachjargon auch Divergenz genannt) aufgetan hat. Denn während Dow Jones & Co. von einer Bestmarke zur nächsten jagen und dabei historische Hürden (DJIA: 29.000 Punkte, Nasdaq 100 9.000 Zähler) geradezu pulverisieren, wirkte der DAX zuletzt seltsam blutleer, siehe oben. Aber zum Glück haben wir ja noch die gute Nachricht:

Die hat zum Inhalt, dass der Aufwärtstrend im deutschen Leitindex weiterhin intakt ist, ein Aufwärtsschub und ein damit verbundener Ausbruch auf ein neues Allzeithoch damit also unverändert möglich ist. Beziehungsweise sind, Plural. Erforderlich dafür wären (!) lediglich der neuerliche Sprung über die 13.500er-Marke, diesmal vielleicht auch gleich per Tagesschluss, und der Lupfer über die Eindämmungslinie bei 13.597 Zählern. Im Anschluss, an diesem Kursziel hat sich seit der vergangenen Ausgabe selbstverständlich nichts geändert, hätten die Blue Chips dann sogar Platz bis an die 14.000er-Schwelle heran. So weit, so bullish, aber was ist mit der Unterseite?

Oder doch nicht?!

Die dürfte, wenn es nach dem Momentum geht, das klar auf der Oberseite zu finden ist, derzeit so gar keine Rolle spielen. Nachdem die Notierungen aber gegenüber den US-Märkten immer weiter ins Hintertreffen geraten und dabei Gefahr laufen, aus dem Sog der Wall Street herauszufallen, darf der Blick nach unten nicht fehlen. Denn das Rückschlagpotenzial ist uns seit der Vorwoche ebenfalls erhalten geblieben. Leicht verändert präsentieren sich dagegen die Haltestellen, nachdem das offene Gap vom 9. Januar bis auf wenige Punkte geschlossen wurde: Der erste kursrelevante Halt ist nun bei 13.300 Punkten zu finden, darunter sollten die markante, relativ neu ausgebildete Volumenspitze bei 13.250 und die altbekannte Haltezone zwischen 13.204 und 13.170 Zählern stützend wirken. Dabei gilt weiterhin: Sollte dieses Level erneut unterboten werden, müsste mit einem neuerlichen Test der runden 13.000er-Barriere gerechnet werden!

PrimequantsEin Beitrag von Sebastian Jonkisch von Prime Quants

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