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Meine Kollegin hat eine neue Theorie. Die ist recht ausgefallen (die Theorie, nicht die Kollegin), jedoch nicht ganz von der Hand zu weisen. Denn sie besagt, dass immer dann, wenn der DAX ein neues Allzeithoch markiert, auch in meinem Leben ein besonderer Höhepunkt erreicht wird. Und tatsächlich: als der deutsche Leitindex am 23. Januar 2018 die Bestmarke bei 13.597 Punkten erreichte, konnten meine Frau und ich kurz zuvor unser erstes Kind willkommen heißen. Als der DAX am Mittwoch auf das neue All-Time-High bei 13.640 Zählern ausbrach, erblickte unser Sohn wenig später das Licht der Welt. Zufall? Sicherlich. Aber ein sehr schöner. Deshalb lasse ich auch die Klein’sche These als solche ausnahmsweise durchgehen und platze viel lieber vor Stolz und Freude. Wobei die Freude auf dem Parkett ebenfalls groß gewesen sein dürfte. Zumindest für einen halben Tag, denn auf den Ausbruch folgte zügig ein Abbruch:

Denn die Kurse drehten noch vor der Schlussglocke wieder nach unten ab. Und zwar so tief, dass am Ende dieses historischen (Handels-)Tages ein Minus von 0,3% auf der Anzeigetafel stand. „Intraday-Reversal“, so lautet der Fachbegriff dafür. Damit ist der Index zunächst am neuen Top abgeprallt, am Folgetag gelang es den Notierungen nicht, über ein Tageshoch bei 13.485 Punkten hinauszukommen. Das ist gleich zweifach bedenklich. Schließlich steht damit ein frisches Allzeithoch auf Schlusskursbasis noch aus (hier gilt weiterhin der Endstand bei 13.560 Zählern vom 23. Januar 2018). Zudem sind die Kurse jetzt auch erst einmal wieder unter die 13.500er-Schwelle und damit in die leidige Schiebezone gerutscht, die sich zwischen besagten 13.500 und der 13.400er-Marke erstreckt. Diese Information allerdings unter Vorbehalt, denn Stand Redaktionsschluss läuft gerade der Versuch einer Rückeroberung. Für die Bullen sind die Aufgaben damit ganz klar vorgegeben:

Ring frei zur nächsten (Rallye-)Runde

Pullback an der 13.400er-Marke, Schlusskurs (am besten gleich heute Abend) oberhalb von 13.560 und im Anschluss ein neues Allzeithoch über 13.640 Punkten, das wären nun die Ziele, um sich den Weg nach oben freizuboxen. Gelingt der Coup, wäre aus charttechnischer Sicht unverändert Platz bis in den Bereich um 14.000 Zähler. Fallen die Notierungen dagegen direkt an der 13.400er-Schwelle nach unten durch, müsste im nächsten Schritt ein Test der 13.300er-Marke einkalkuliert werden – die sich übrigens ebenfalls noch als Wendepunkt für ein Pullback eignen würde. Darunter wird es dann zwar (noch) nicht bearish, aber zunehmend schwieriger, an die vormalige Aufwärtstendenz anzuknüpfen. Immerhin schaffen es die Blue Chips damit, die Spannung hochzuhalten – sofern es nicht wieder zwei Jahre bis zum nächsten Höchststand dauert! Noch viel mehr zur aktuellen Lage an den Aktienmärkten haben meine geschätzten Kollegen übrigens am Mittwoch im SG Active Trading-Webinar analysiert, wenn Sie Lust und Zeit haben, sich die Aufzeichnung anzuschauen, habe ich hier den Link für Sie: SG Active Trading mit Prime Quants.

PrimequantsEin Beitrag von Sebastian Jonkisch von Prime Quants

Prime Quants verfasst und veröffentlicht Finanzpublikationen für institutionelle und private Anleger, die ihre Börsengeschäfte selbst in die Hand nehmen möchten. Das angebotene Spektrum erstreckt sich von kostenfreien Markt- und Einzelwertanalysen über komplexe Research-Studien bis hin zu täglichen Prognosen und realen Trades. Weitere Informationen unter www.prime-quants.de. Dort erhalten Sie auch den kostenlosen Newsletter Market Mover.

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