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Vor Corona dominierte das Thema Klimaschutz die weltweite Berichterstattung. Kein Wunder, dass Greta Thunberg zur Person das Jahres 2019 wurde. Die schwedische Schülerin machte mit ihrem Schulstreik und später der „Fridays for Future“-Bewegung auf das Thema aufmerksam. Ein Grund, warum sich Investments mit dem Label „Nachhaltigkeit“ großer Beliebtheit erfreuen. Wir haben einige Unternehmen und Investmentvehikel herausgesucht, die einigen Nachhaltigkeitsaspekten genügen. Dieses Mal: Vestas und Ørsted.

Vestas

Vestas (WKN: 913769 / ISIN: DK0010268606) ist der Weltmarktführer bei Windkraftanlagen an Land. Zum Geschäft des dänischen Unternehmens gehören Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Instandhaltung von Windkraftanlagen. Außerdem steht Vestas den Kunden bei der Finanzierung und bei Eigentumsfragen von Windenergieprojekten beratend zur Seite. Im vergangenen Jahr stieß Vestas auf kräftigen Gegenwind in Form des Handelsstreits, Strafzöllen, höheren Rohstoffpreisen und Transportkosten sowie dem hohen Wettbewerbsdruck.

Trotzdem lief 2019 sehr gut für den Konzern. Der Auftragseingang zog im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent auf 13,8 Mrd. Euro an. Der Umsatz legte um 20 Prozent auf 12,1 Mrd. Euro zu. Beim Nachsteuergewinn (700 Mio. Euro) wurde ein Plus von 2 Prozent erzielt, was angesichts der zahlreichen Belastungsfaktoren als voller Erfolg gewertet werden kann. An der Börse gehörte die Aktie in den vergangenen Jahren zu den Highflyern der Branche. Zwischen Anfang 2013 und Ende 2019 hat sich der Aktienkurs verzwanzigfacht. Wegen der herausragenden Marktstellung steht weiteren Kurszuwächsen hier nichts im Wege.

Ørsted

Der dänische Konzern Ørsted (WKN: A0NBLH / ISIN: DK0060094928) ist die weltweite Nummer eins im Bereich Offshore-Windenergie, gebaut und betrieben werden also vor allem Windparks auf hoher See. Das Unternehmen arbeitet zudem an Lösungen für ein anderes Problem, das darin besteht, dass die Stromproduktion von äußeren Einflüssen abhängig ist und dementsprechend schwankt. Die Lösung lautet hier Powe-to-Gas. Ørsted will so den Strom über Elektrolyseure für windarme Tage als Wasserstoff speichern. Die Offshore-Windenergieproduktion wird immer konkurrenzfähiger und durch die Wasserstoff-Forschung könnte sich Ørsted selbst Synergien schaffen.

Die Umsätze (2019: 67,8 Mrd. Dänische Kronen, -12 Prozent gegenüber 2018) und Gewinne (6,0 Mrd. Dänische Kronen, -69 Prozent) wurden beim Konzern im vergangenen Jahr hauptsächlich durch Sondereffekte belastet. Einmalige Sondereinnahmen aus dem Gasgeschäft 2018 und Kosten durch den Verkauf der defizitären Flüssiggassparte 2018 haben kräftig auf das Ergebnis gedrückt. Anleger sollten sich wegen des Rücksetzers deshalb keine Sorgen machen. Die Geschäftsaussichten sind hier nach wie vor sehr gut und dürften den Aktienkurs weiter beflügeln, der sich seit dem Börsengang im Jahr 2016 rund verdreifacht hat.

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