Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Eigentlich ist „Der große Bluff“ eine Westernkomödie aus dem Jahr 1939, der in der fiktiven Kleinstadt Bottleneck irgendwo tief im Wilden Westen spielt. Besonders macht den Streifen die Tatsache, dass die große Marlene Dietrich, Tochter meiner ebenfalls großartigen Heimatstadt, damit ihr Comeback in Hollywood feiern konnte. Das bringt uns gleich in mehrfacher Hinsicht zum eigentlichen Thema, den Aktienmärkten. Denn auch die feierten in dieser Woche ein Comeback (zumindest an der Wall Street), scheiterten einmal mehr an einer Flaschenhals-Hürde im Chart (jedenfalls der DAX) und könnten sich am Ende als ganz großer Bluff entpuppen (zum Beispiel Tesla). Aber der Reihe nach:

Stark!

Für den Dow Jones war das eine rundum gelungene Woche, denn die US-amerikanischen Blue Chips arbeiteten sich in kraftvollen Etappen bis auf das (bisherige) Monatshoch bei 27.046 Punkten, immerhin den höchsten Stand seit dem 8. Juni, als die Kurse zuletzt am Ausbruch über die 27.000er-Barriere scheiterten. Damit einher ging auch der Sprung über die 200-Tage-Linie, die zuletzt eine (fast) unüberwindbare Hürde darstellte. Nun also der erneute Break, der jedoch noch mit weiteren Gewinnen bestätigt werden müsste. An einer ganz anderen Schlüsselstelle ist dagegen der DAX abgeprallt, denn der marschierte am Mittwoch zwar bis auf 12.999,84 Punkte, mehr war aber – wieder einmal – nicht drin. Damit gilt weiterhin:

Stärker?

Ohne den (nachhaltigen) Sprung über die runde 13.000er-Marke wird es keine Fortsetzung der Erholungsrallye und schon gar keine neuen Long-Impulse geben. Die hätten dafür das Zeug, den Index bis in den Bereich um 13.200/13.500 zu pushen. Auf der anderen, der Unterseite, steht dagegen die Volumenspitze rund um 12.400/12.500 als erste Haltezone im Fokus. Denn sollte die noch einmal signifikant unterboten werden, müsste bekanntlich mit dem nächsten Test der Doppelunterstützung aus GD200 und 12.000er-Schwelle gerechnet werden. Und was war nun mit Tesla? Ach richtig – die kratzten in der Spitze zwar an der 1.800er-Marke (aktuelles Allzeithoch bei 1.795 US-Dollar), setzten in den darauffolgenden Tagen aber wieder an die 1.500er-Schwelle zurück. Das hat (noch) nichts zu bedeuten, allerdings zeigt der (nachbörsliche) Kursrutsch bei Netflix (-10% nach einem verhaltenen Ausblick fürs laufende Quartal), dass die Tech-Werte vielleicht doch nicht unbesiegbar sind… Fortsetzung folgt!

PrimequantsEin Beitrag von Sebastian Jonkisch von Prime Quants

Prime Quants verfasst und veröffentlicht Finanzpublikationen für institutionelle und private Anleger, die ihre Börsengeschäfte selbst in die Hand nehmen möchten. Das angebotene Spektrum erstreckt sich von kostenfreien Markt- und Einzelwertanalysen über komplexe Research-Studien bis hin zu täglichen Prognosen und realen Trades. Weitere Informationen unter www.prime-quants.de. Dort erhalten Sie auch den kostenlosen Newsletter Market Mover.

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Bildquellen: Prime Quants / Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

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