Bildquelle: Nel

Die Aktie von Nel ASA (WKN: A0B733 / ISIN: NO0010081235) gehörte in den vergangenen Jahren zu den Höhenfliegern an der Börse. Allein seit der Erstnotierung an der Frankfurter Börse im Oktober 2017 hat sich der Aktienkurs fast verzehnfacht, womit das norwegische Unternehmen, das auf Lösungen für die Herstellung, Speicherung und Verteilung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien spezialisiert ist, inzwischen einen Börsenwert von umgerechnet rund vier Mrd. Euro verzeichnet.

Diese beeindruckende Marktkapitalisierung zeigt, dass Nel von vielen Anlegern als einer der aussichtsreichsten Wasserstoff-Player der Welt gehandelt wird. Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Skeptiker, die Nel für extrem überbewertet halten und immer wieder vor einem Platzen der „Nel-Spekulations-Blase“ warnen. Angeführt wird dabei vor allem die Ergebnisentwicklung der vergangenen Jahre, denn bisher schrieb Nel Jahr für Jahr Verluste.

Meilenstein erreicht

Dementsprechend mit großer Spannung wurden die Zahlen zum abgeschlossenen Geschäftsjahr 2020 erwartet, die am vergangenen Donnerstag veröffentlicht worden sind und mit denen Nel nun beim Thema Profitabilität einen wichtigen Meilenstein setzen konnte, auf den Nel-Anleger lange wachten mussten. Denn der Konzern hat es endlich in die Gewinnzone geschafft.

So wurde 2020 ein Nettogewinn von 1,3 Mrd. Norwegische Kronen erzielt, nach einem Verlust von 270 Mio. Kronen im Vorjahr 2019. Dabei legte der Umsatz im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf 652 Mio. Kronen zu. Die hervorragende Geschäftsentwicklung dürfte sich auch 2021 fortsetzen, denn der Auftragsbestand wurde mit 981 Mio. Kronen beinahe verdoppelt.

Die starke Ergebnisentwicklung ist dabei laut dem Unternehmen auch auf die Beteiligung am dänischen Wasserstoff-Produzenten Everfuel zurückzuführen, der im vierten Quartal 2020 von Nel als eigenständiges Unternehmen abgespalten wurde und seit dem November vergangenen Jahres börsennotiert ist. Seit dem IPO im November 2020 hat sich die Aktie von Everfuel rund verdreifacht.

Wachstumskurs wird fortgesetzt

Wegen der starken Geschäftsentwicklung will Nel den Wachstumskurs konsequent fortsetzen. Dazu sollen im laufenden Jahr 2021 über einhundert neue Mitarbeiter eingestellt und die Kapazitäten weiter ausgebaut werden. Laut dem CEO Nel André Løkke wird weiterhin das Ziel verfolgt, bis 2025 grünen Wasserstoff zu einem Preis von 1,50 US-Dollar pro Kilogramm zu produzieren, womit dieser dann so günstig wäre wie fossil produzierter Wasserstoff.

Dem Vorstandschef zufolge ist ein Schlüsselelement der Nel-Strategie dabei die Erweiterung der Elektrolyseproduktion für Großprojekte durch den Bau einer vollautomatisierten Produktionsanlage auf der norwegischen Halbinsel Herøya. Der kommerzielle Hochlauf soll hier im dritten Quartal 2021 beginnen.

Hier liegt das nächste Kursziel

An der Börse dürfte Nel den bisherigen Höhenflug weiter fortsetzen. Hier steht aktuell das Allzeithoch vom Januar dieses Jahres bei 3,40 Euro im Fokus. Gelingt der Ausbruch nach oben, ist das nächste Kursziel die Vier-Euro-Marke.

Anleger, die auf eine Fortsetzung der Kurs-Rallye der Nel-Aktie setzen und sogar überproportional an einem Kursanstieg partizipieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelzertifikate auf der Long-Seite an (WKN: MA3QZR / ISIN: DE000MA3QZR4) an.

Wer von der Entwicklung eines Wasserstoff-Aktienkorbs profitieren will, in dem neben Nel noch weitere Titel aus der Branche enthalten sind, sollte einen Blick auf das entsprechende Zertifikat auf den E-Mobilität Wasserstoff Index (WKN: MC8PFM / ISIN: DE000MC8PFM6) werfen.

Bildquelle: Nel

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Horst
Horst
2 Tage zuvor

Ich frage mich wie man aus einem Umsatz von 652Mio einen Gewinn von 1,3Mrd
macht? Wie kann man so nen Mist schreiben!

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