Weltumwelttag 2022: Only One Earth

Only One Earth ist das Motto des Weltumwelttags. Bildquelle: Pixabay / ejaugsburg

Am 5. Juni findet der größte internationale Tag für die Umwelt statt – der Weltumwelttag (World Environment Day) 2022. Millionen von Menschen auf der ganzen Welt engagieren sich bei der seit 1972 stattfindenden Veranstaltung, die von der UNEP (United Nations Environment Programme, deutsch Umweltprogramm der Vereinten Nationen) geleitet wird, für den Schutz unseres Planeten. Das diesjährige Motto „Only One Earth“ war schon das Motto der Stockholmer Konferenz im Jahr 1972 und ist jetzt, 50 Jahre später, immer noch aktueller wie nie zuvor. Denn unseren Planeten gibt es eben nur einmal auf der Welt.

Schweden ist diesjähriger Ausrichter

Am Weltumwelttag, der dieses Jahr von Schweden ausgerichtet wird, nehmen über 150 Länder teil, um sich für die Zukunft der Umwelt einzusetzen. Die Veranstaltungen sind wieder sehr umfangreich und reichen von Vorträgen hochkarätiger Referenten, über Diskussionen von Expertengremien, innovative Ausstellungen, Live-Konzerte bis hin zu Filmvorführungen. Das Gastgeberland Schweden, das bis 2045 eine Netto-Null-Emission anstrebt und eine Vorreiterrolle bei der Ökologisierung der Wirtschaft einnimmt, bietet ebenfalls interessante Aktivitäten in ganz Schweden an.

Die Erde muss als unser Lebensraum geschützt werden. Bildquelle: Pixabay / Sergioht87

Nachhaltigkeit zählt

#OnlyOneEarth möchte alle Konsumenten weltweit ansprechen, sich an einem nachhaltigen Konsumverhalten zu beteiligen, um die Umweltveränderungen gering zu halten und die Erde bestmöglich zu schützen. Zu den wichtigen Themen zählen Klimaschutz, Naturschutz und Umweltverschmutzung. Alle Veranstaltungen und Aktionen können in den Sozialen Medien unter den Hashtags #OnlyOneEarth und #WorldEnvironmentDay veröffentlicht werden, um internationale Interessenten anzusprechen.

Deutschland mit eigenem Leitmotto

Deutschland beteiligt sich ebenfalls mit Aktionen und Veranstaltungen am Weltumwelttag und legt jedes Jahr einen eigenen Themenschwerpunkt fest. Dieses Jahr lautet das Motto: „Natürlich Klima schützen: Moore, Wälder und Meere erhalten!“ In den vergangenen Jahren waren unter anderem diese Themen für den Umweltschutz festgelegt worden.

2010: Leben ist Vielfalt

2011: Wälder schützen – für Mensch, Natur und Klima

2012: Gemeinsam in eine bessere Energiezukunft

2013: Energiewende mitgestalten – Energie clever nutzen!

2014: Natur ganz nah – gut leben in der Stadt

2015: Zusammen ist es Klimaschutz

2016: Stadt. Land. Leben. – Umwelt macht Zukunft

2017: Umwelt macht natürlich glücklich

2018: Wir haben nur eine Erde – deshalb: Ressourcen schützen!

2019: Insekten schützen – Vielfalt bewahren!

2020: natur:verbunden

2021: Natur ganz nah – gut leben in der Stadt

Umweltverschmutzung ist unbedingt zu vermeiden. Bildquelle: Pixabay / stevepb

Besorgnis erregende Fakten

Die UNEP hat anlässlich des Weltumwelttags einige Fakten zusammengestellt, die zum Nachdenken und Handeln anregen:

Big Picture

Wir verwenden das Äquivalent von 1,6 Erden, um unsere derzeitige Lebensweise aufrechtzuerhalten, und die Ökosysteme können mit unseren Anforderungen nicht Schritt halten. Die Kluft zwischen dem, was wir für die Anpassung ausgeben müssen, und dem, was wir tatsächlich ausgeben, wird immer größer. Die geschätzten Anpassungskosten steigen weiter und könnten bis 2050 allein für die Entwicklungsländer 280 bis 500 Milliarden US-Dollar pro Jahr erreichen.

Klimawandel

Um die Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts auf 1,5 °C zu begrenzen, müssten wir die jährlichen Treibhausgasemissionen bis 2030 halbieren. Es besteht eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die globale Erwärmung in den nächsten zwei Jahrzehnten 1,5 °C überschreiten wird. Methan, der Hauptbestandteil von Erdgas, ist für mehr als 25 Prozent der Erwärmung verantwortlich, die wir heute erleben.

Ökosystem

Die Zerstörung von Ökosystemen beeinträchtigt das Wohlergehen von schätzungsweise 3,2 Milliarden Menschen oder 40 Prozent der Weltbevölkerung. Die Wiederherstellung von 15 Prozent der umgewandelten Flächen bei gleichzeitiger Beendigung der weiteren Umwandlung natürlicher Ökosysteme kann 60 Prozent des erwarteten Artensterbens verhindern. Etwa ein Drittel des Ackerlandes der Welt ist degradiert, etwa 87 Prozent der Binnenfeuchtgebiete weltweit sind seit 1700 verschwunden und ein Drittel der kommerziellen Fischarten wird überfischt.

Umweltverschmutzung

Luftverschmutzung verursacht jedes Jahr etwa 7 Millionen vorzeitige Todesfälle, einen von neun aller Todesfälle. Neun von zehn Menschen atmen unsaubere Luft ein, was sie zum größten umweltbedingten Gesundheitsrisiko unserer Zeit macht. Nur 57 Prozent der Länder haben eine gesetzliche Definition für Luftverschmutzung.

Die Meere sind voller Abfall. Bildquelle: Pixabay / yogendras31

Abfall

Die jährlichen Kunststoffabfälle, die in aquatische Ökosysteme gelangen, könnten sich von 9 bis 14 Millionen Tonnen im Jahr 2016 auf 23 bis 37 Millionen Tonnen bis 2040 fast verdreifachen. Die globalen wirtschaftlichen Gesamtkosten der Plastikverschmutzung im Meer für Tourismus, Fischerei und Aquakultur werden im Jahr 2018 auf 6 bis 19 Milliarden US-Dollar geschätzt. Von 1950 bis 2017 wurden schätzungsweise 9,2 Milliarden Tonnen Kunststoff produziert, von denen 7 Milliarden Tonnen zu Abfall geworden sind.

Bildquelle: Pixabay / ejaugsburg