Themen der aktuellen Presseschau sind u.a. negative Zinsen, die Griechenlandkrise und das Anleihenkaufprogramm der EZB sowie das globale Schuldenwachstum. Unternehmensseitig richtet sich der Blick u.a. auf Commerzbank, Siemens, Heidelberger Druck, Jungheinrich, Nordex, GFT Technologies, Xing, UNIQA, Barrick Gold. Urlaubsbedingt erscheint die nächste Presseschau erst wieder am 16. März.
Ein Skandal erschütterte die Finanzwelt und damit natürlich auch uns. Nun ist es ja nicht gerade so, dass wir blauäugig staunend durch diese Welt laufen würden. Und an das Märchen von den Guten, die zum Schluss immer gewinnen und im Anschluss die Prinzessin zum Altar führen, um dann mit derselben bis ans Ende ihrer Tage glücklich und zufrieden zu leben, glauben wir schon seit dem Ende der dritten Klasse nicht mehr. Über die Abgründe, die sich zu Wochenbeginn im piekfeinen, altehrwürdigen Berkeley-Hotel zu London auftaten, sind wir jedoch wirklich entsetzt.
Zwei Themen gab es, die in dieser Woche die Märkte beschäftigten. Beziehungsweise beeinflussten. An der Wall Street war es das Boeing-Desaster, das den Dow Jones zu Beginn der Woche am Vorankommen hinderte. Und in good old Europe war es die, nennen wir es ruhig beim Namen, Eskalation des BREXIT-Chaos in London.
Sofern die runde 11.000er-Marke im DAX erneut geknackt wird, wäre im Anschluss wieder (fast) alles beim Alten: nächstes Kursziel dann das bereits erwähnte Aprilhoch, danach würden das 2019er-Augusttief bei 11.266 sowie die obere Kante der offenen Kurslücke vom 9. März bei 11.447 Zählern ins Fadenkreuz der Bullen rücken.
Themen der aktuellen Presseschau sind u.a. die Anleihekäufe der EZB, die US-Konjunktur, die Zukunft des Brexit, sowie Apple Pay. Unternehmensseitig richtet sich der Blick u.a. auf Daimler, Deutsche Bank, Hornbach, ElringKlinger, General Electric, WPP, Apple.
Am Donnerstag sackte der DAX unter das Junitief (15.309) bis auf 15.304 und nur noch haarscharf oberhalb von 15.300 Zählern bzw. an die 50-Tage-Linie zurück.
15.502 Punkte standen beim DAX am Montag auf der Anzeigetafel, der höchste Stand aller Zeiten. Der Angriff auf die 16.000er-Marke könnte jederzeit stattfinden.
Omikron, Inflation, (Gewinn-)Warnungen – die Liste der Störfaktoren an den Märkten wird länger. Für den DAX ging es damit direkt wieder unter die 200-Tage-Linie.
Nun ist es also doch auf den Weg gebracht, das dritte Hilfspaket für Griechenland. Noch im vergangenen Jahr gab es gar nicht so wenige EU-Politiker, die nach den zwei bereits beschlossenen milliardenschweren Programmen ein weiteres, drittes, ausgeschlossen haben. Doch wir werden mit weiteren 85 Mrd. Euro einspringen müssen, um die Pleitegriechen... ja was eigentlich - zu retten? Das ist schon mit den bisherigen Milliarden nicht gelungen, warum also jetzt?
Der DAX hat - angefeuert von einer Wall Street, wo es für Dow Jones & Co auf neue Rekordstände ging - jede Menge Kurspotenzial, für beide Seiten.