Bildquelle: markteinblicke.de

Im September blieb die Standardrate für Immobilienfinanzierungen auf ihrem Rekordtief, während die Darlehenshöhe zum zweiten Mal in Folge fiel. Dies stellte der Finanzdienstleister Dr. Klein im Rahmen seines aktuellen Trendindikators Baufinanzierung (DTB) fest.

Die von Dr. Klein ermittelte standardisierte Rate – die für ein Darlehen von 150.000 Euro, 2 Prozent Tilgung, 80 Prozent Beleihungsauslauf und zehn Jahre Zinsbindung gilt und damit eine Vergleichbarkeit über einen längeren Zeitraum gewährleistet – liegt konstant bei 394 Euro und bleibt damit wie im August laut Dr. Klein-Angaben auf einem Rekordtief. Im Vorjahresvergleich ist sie 60 Euro bzw. 15 Prozent günstiger.

Die Darlehenshöhe fällt zum zweiten Mal in Folge. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Käufer oder Bauherren verhältnismäßig viel Geld für ihren Immobilienwunsch aufnehmen: Im Durchschnitt finanzieren sie 259.000 Euro – und damit stattliche 30.000 Euro mehr als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig sind sie auch sehr sicherheitsorientiert: So legen sie die Zinsen im Mittel für 14,2 Jahre fest – ein Wert, der zuletzt im September 2016 übertroffen wurde, heißt es weiter.

Auch die anfängliche Tilgung spricht für solide Finanzierungen: Die durchschnittliche Tilgungsrate beträgt im September 2,89 Prozent und liegt damit nur marginal unter dem Wert des Vormonats (minus 0,02 Prozentpunkte). Die Darlehensnehmer nutzen also nach wie vor das günstige Zinsniveau, um die Kreditsumme schnell zu reduzieren und damit insgesamt weniger Zinsen zu zahlen. Der Beleihungsauslauf steigt im Vergleich zum Vormonat erneut, allerdings nur minimal: Der fremdfinanzierte Anteil am Immobilienwert beträgt aktuell 84,47 Prozent und liegt damit rund 0,2 Prozent über dem Wert vom August 2019, so Dr. Klein.

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