Bildquelle: Pressefoto Facebook

Schlechte Nachrichten für Facebook (WKN: A1JWVX / ISIN: US30303M1027): Brasiliens Zentralbank hat das in der zurückliegenden Woche gestartete Bezahlsystem WhatsApp Pay der Facebook-Tochter ausgesetzt. Die brasilianische Notenbank teilte mit, dass Visa (WKN: A0NC7B / ISIN: US92826C8394) und Mastercard (WKN: A0F602 / ISIN: US57636Q1040) dazu angehalten worden sind, Zahlungen und Überweisungen einzustellen. Demnach könnte es Brasiliens Zahlungssystem schaden, den Service ohne Vorab-Analyse durch die Marktaufsicht aufzunehmen.

Keine Genehmigung von der brasilianischen Notenbank

WhatsApp Pay ermöglicht es den Nutzern, innerhalb eines Chats auch Geld zu versenden. Brasilien gehört für Facebook zu den wichtigsten Märkten überhaupt. Mit über 120 Mio. WhatsApp-Nutzern ist der Staat der zeitgrößte Markt hinter Indien. Facebook führte den Service in Brasilien ein, ohne die Notenbank um Genehmigung zu fragen. Das rechtfertigte Facebook damit, dass der Konzern nur als Vermittler in Erscheinung tritt.

Kein endgültiges Aus

Auch wenn die Nachricht des Aussetzens von WhatsApp Pay ein Rückschlag für Facebook ist, bedeutet das noch lange nicht das endgültige Aus für die Bezahl-App. Gut möglich ist, dass die App schon in Kürze die Analyse durch die Marktaufsicht erfolgreich übersteht und dann den Dienst aufnehmen kann.

Facebook-Daten: marketscreener.com

Hervorragende Erfolgsaussichten für WhatsApp Pay

Auch wenn Facebook mit seinem neuen Dienst vergleichsweise spät an den Start geht – die Bezahldienste von Apple und Google sind schon seit 2015 verfügbar -, sind die Erfolgsaussichten sehr gut. Denn die Kalifornier haben mit ihren Diensten WhatsApp, Facebook, Facebook Messenger und Instagram einen gigantischen Nutzerstamm, der quasi garantiert, dass Facebook innerhalb kurzer Zeit Marktanteile erobern wird. Wann Facebook seine neue App weltweit lancieren will, ist aber noch unklar und dürfte jetzt entscheidend davon abhängen, wann der Start in Brasilien gelingt.

Facebook-Chart: Börse Stuttgart

Neues Allzeithoch

An der Börse eröffnet sich durch WhatsApp Pay kräftiges Gewinnpotenzial bei der Aktie von Facebook. Die im Nasdaq 100 und im S&P 500 gelistete Aktie konnte innerhalb weniger Monate den Kurseinbruch im März aufholen und kletterte am Montag auf einen neuen historischen Höchststand bei 231 Euro.

Dieser Kurswiderstand muss jetzt überwunden werden

Im Anschluss legte die Aktie eine Verschnaufpause ein und setzte kurzfristig auf die 195er-Marke zurück, woraufhin eine neue Aufholbewegung in den Bereich von zeitweise 214 Euro folgte. Charttechnisch gilt es damit jetzt, über das vorangegangene Allzeithoch (231 Euro) auszubrechen, um das nächste Kaufsignal zu generieren. Facebook bleibt damit weiterhin eine klare Kaufempfehlung im Technologiebereich.

Anleger, die von einer Fortsetzung der Kurs-Rallye der Facebook-Aktie überzeugt sind, können mit einem Long Mini Future auf den Nasdaq-100-Wert (WKN: MC97F6 / ISIN: DE000MC97F68) gehebelt profitieren. Pessimisten haben mit dem Short Mini Future (WKN: MF6TWC / ISIN: DE000MF6TWC5) die Chance, an fallenden Kursen zu partizipieren.

Bildquelle: Pressefoto Facebook

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