Bildquelle: Pressefoto HeidelbergCement

Jetzt also doch: HeidelbergCement (WKN 604700) reagiert auf die Fusion von Holcim aus der Schweiz und Lafarge aus Frankreich zum mit Abstand weltgrößten Baustoffkonzern LafargeHolcim (WKN 869898) mit einem Coup in Italien. Der italienische Marktführer Italcementi soll nun also nach Heidelberg gehen. Das Unternehmen passt aus Sicht des DAX-Konzerns ideal.

Die Übernahme erfolgt zunächst durch die Übernahme der 45-prozentigen Beteiligung von Italmobiliare S.p.A. für 10,60 Euro je Italcementi-Aktie und somit insgesamt rund 1,67 Mrd. Euro. Italmobiliare S.p.A. wird für einen Teil des Kaufpreises mindestens 7,75 Millionen und höchstens 10,5 Millionen neue HeidelbergCement-Aktien aus einer noch durchzuführenden Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erwerben und danach mit mindestens 3,96 Prozent und höchstens 5,29 Prozent am erhöhten Grundkapital von HeidelbergCement beteiligt sein. Nach Abschluss der Transaktion soll dann ein öffentliches Pflichtangebot erfolgen.

HeidelbergCement finanziert die Übernahme durch eine Brückenfinanzierung über 4,4 Mrd., die von einem Bankenkonsortium zur Verfügung gestellt wird, gesichert. Die Brückenfinanzierung soll durch die Ausgabe von Anleihen, sowie durch Verwendung des operativen Cashflows und von Erlösen aus Portfoliobereinigungen abgelöst werden.

Chart: Guidants
Chart: Guidants

Mit diesem Schritt wagt sich HeidelbergCement nun also doch in den Angriffsmodus und will den Abstand zu LafargeHolcim nicht zu groß werden lassen. Die Pläne, das EBITDA bis 2019 auf über 4 Mrd. Euro (2014: 2,3 Mrd. Euro) steigern zu wollen und die Umsatzerlöse von 12,6 Mrd. Euro in 2014 auf mehr als 17 Mrd. Euro anwachsen zu lassen, dürften durch die Übernahme problemlos erreicht werden. Auch die von 29 auf 40 bis 45 Prozent angehobene Ausschüttungsquote sollte kein Problem sein. Wer daher gehebelt auf steigende Kurse der HeidelbergCement-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN DG2J47 ins Auge fassen.

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