Auch wenn die Aktien der beiden großen deutschen Energieversorger RWE (WKN 703712) und E.ON (WKN ENAG99) im Zuge der jüngsten Marktturbulenzen besonders schlecht abgeschnitten haben und die Unternehmen immer noch vor großen Herausforderungen stehen, ist Hopfen und Malz noch nicht endgültig verloren. Zumindest für E.ON bleibt die große Abspaltung als Riesenchance.
Der deutsche Energiemarkt wird neu geordnet, in der jetzigen Form funktionieren die Geschäftsmodelle nicht mehr gut, obwohl zwei Protagonisten, Eon (WKN: ENAG99 / ISIN: DE000ENAG999) und RWE (WKN: 703712 / ISIN: DE0007037129) sich bereits aufgespalten haben.
Derzeit weist die RWE-Aktie (Stammaktie) (WKN: 703712 / ISIN: DE0007037129) eine positive 12-Monats-Performance aus. Auf Jahressicht hat die Aktie (Dividendenzahlung nicht berücksichtigt) rund 5,5% zugelegt.
Mit dem bestandenen Atom-Stresstest der Bundesregierung schien es so, als hätte RWE (WKN 703712) zumindest das Schlimmste hinter sich gelassen. Allerdings straften Anleger die Aktien nach der Vorlage der jüngsten Quartalszahlen derart, dass nun auch wieder einige Horrorszenarien auf die Tagesordnung kommen könnten.
Der Hamburger Windturbinenhersteller Nordex (WKN A0D655) konnte zuletzt ein weiteres Mal mit starken Geschäftsergebnissen und einer angehobenen Prognose glänzen. Kein Wunder also, dass auch die im TecDAX gelistete Aktie immer noch positiv von sich reden macht und Marktexperten den Papieren noch sehr viel mehr Kurspotenzial zutrauen.
Die Nordex-Aktie verzeichnete am Dienstag deutliche Kurszuwächse und setzte ihre Erholung der vergangenen Tage fort. Dank der verbesserten Auftragslage könnten die Anteilsscheine des Windturbinenherstellers noch weiter nach oben klettern.
Obwohl die Nordex-Aktie (WKN A0D655) am Dienstag einen negativen Analystenkommentar verkraften musste, gehörte das Papier zu den Top-Performern im TecDAX. Allerdings könnte es noch eine Weile dauern, bis Anleger dem Hamburger Windturbinenhersteller die wenig optimistische Prognose für 2016 verziehen haben.