Die deutsche Solarbranche hatte zu kämpfen, denn sie befand sich in einer Krise seit 2012. Große Firmen hatten Probleme oder gingen sogar in Insolvenz. Chinesische Firmen wurden zu starken Konkurrenten, da diese Solarmodule und Solarzellen kostengünstig produzieren konnten.
Die Hiobsbotschaften wollen für deutsche Solarindustrie einfach nicht enden. Während eine Pleite die nächste jagt und die Unternehmen aus der einstmals blühenden Branche reihenweise Verluste ausweisen müssen, konnte der Wechselrichterhersteller SMA Solar (WKN A0DJ6J) 2012 wenigstens einen Gewinn verbuchen. Allerdings musste auch das TecDAX-Unternehmen aus dem nordhessischen Niestetal bei Kassel 2012 einen deutlichen Gewinneinbruch im Vergleich zum Vorjahr ausweisen. Aufgrund der schwächer als erwartet ausgefallenen Ergebnisse und eines enttäuschenden Ausblicks muss die Aktie von SMA Solar am Mittwochnachmittag Kursverluste von rund 10 Prozent hinnehmen und belegt damit den letzten Platz im TecDAX.
Schwerpunkte der heutigen Presseschau sind die Lage in den BRIC-Staaten, die Rettungspläne rund um den Euro, die kriselnden Banken und die Chancen, die derzeit am Markt geboten werden. Bei den Unternehmen stehen vor allem die Commerzbank, Lufthansa, Telekom und der Zynga-Börsengang im Blick.
Was wurde die deutsche Energiebranche im vergangenen Jahr nicht gebeutelt. Bei den Solarwerten kam eine Hiobsbotschaft, sprich Pleite nach der anderen. Bei den klassischen Versorgern herrscht vor allem aufgrund der Energiewende ein Heulen und Zähne klappen vor. Fast hatte es den Anschein, dass es nur Verlierer gibt. Aber mit der Zeit wird das Bild doch klarer und so sollte man nicht alles schwarz sehen. So oder so: Energie wird auch in 2013 und darüber hinaus eines der wichtigsten Anlegerthemen sein, keine Frage. Wer aber als Anleger auf die „richtigen“ Aktien setzen möchte - der hat es schwer.
Es ist dieser Tage mal wieder amüssant zu beobachten, wie sich die deutsche Zockerschar von neuen Gerüchten und Meldungen bezüglich Solarworld (WKN 510840) anlocken lässt. Eben noch bei der Commerzbank (WKN CBK100) Tag ein Tag aus von kleinsten Kursänderungen profitiert, nun also der ehemaligen TecDAX-Titel.
Wacker Chemie enttäuscht die Anleger im vierten Quartal 2011 völlig. Die Probleme in der Solarindustrie wirken sich auch auf den Chemiekonzern aus München negativ aus. Als wichtiger Lieferant für die einst so hochgelobte Branche, kann Wacker die wegbrechenden Verkäufe in diesem Segment nicht kompensieren.
Solarworld Americas Inc. wird laut BusinessWire für ein Wasseraufbereitungsprojekt in Tansania Photovoltaik-Module im Volumen von insgesamt 1,2 Megawatt liefern.
Eigentlich war es mit dem Kurssturz infolge von Finanzierungsproblemen Mitte Juni schon abzusehen. Aber erst jetzt hat Centrotherm Photovoltaics (WKN A0JMMN) Insolvenz beantragt. Konkret hat man Antrag auf Einleitung eines Schutzschirmverfahrens nach ESUG und im Zusammenhang damit die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Mit Hilfe dieser Verfahren soll der eingeschlagene Sanierungskurs konsequent fortgesetzt werden. Ob das gelingt? Die anderen Insolvenzen im Solarbereich lassen wenig Zuversicht aufkommen. Und auch für die verbliebenen Solarwerte im TecDAX, SolarWorld (WKN 510840) und SMA Solar (WKN A0DJ6J), geht es heute deutlich nach unten.
Die Aktie des Wechselrichter-Spezialisten SMA Solar (WKN A0DJ6J) hat in den vergangenen Monaten eine beeindruckende Kursrallye hingelegt. Seit dem zu Jahresbeginn verzeichneten Tief bei 10 Euro hat sich der Wert des TecDAX-Papiers zuletzt mehr als verdreifacht. Angesichts des Wachstums außerhalb des deutschen Heimatmarktes und der eingeleiteten Sparmaßnahmen muss die Erholungsrallye noch nicht zu Ende sein.
In der heutigen Presseschau geht es um die bislang vergebliche Euro-Rettung, um Griechenland, um Eurobonds und um den Banken-Stresstest. Bei den Unternehmen sorgen TUI, E.ON, Commerzbank und die Solon-Pleite für Schlagzeilen.
Vertrag widerrufen