Bildquelle: markteinblicke.de

Nachhaltige Geldanlagen, die neben klassischen Kriterien wie zum Beispiel Sicherheit und Rendite auch ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen, werden bei deutschen Sparern immer beliebter. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Union Investment hervor.

Demnach halte knapp jeder zweite Befragte (46 Prozent) diese Anlageform für attraktiv. Das sind zwölf Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren (2013). Für drei Viertel der Anleger (77 Prozent) spielt dabei das nachhaltige Handeln eine wichtigere Rolle als die Erzielung von kurzfristigen Gewinnen. Zwar erkennen Sparer allmählich, dass sie durch die Investition in nachhaltige Unternehmen Positives bewirken können, ohne Renditeeinbußen hinnehmen zu müssen. Dennoch legen nur wenige Deutsche ihre Ersparnisse entsprechend an, da ihnen das Angebot zu unübersichtlich erscheint, heißt es weiter.

Nachhaltige Geldanlagen haben laut Studienergebnissen in den letzten Jahren deutlich an Bekanntheit und Zustimmung gewonnen. Jeder zweite deutsche Sparer (49 Prozent) hat bereits von dieser Geldanlageform erfahren. Vor vier Jahren (2014) waren es lediglich 39 Prozent. Knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent) hält nachhaltiges Anlegen für attraktiv. Das ist ein Anstieg um zwölf Prozentpunkte gegenüber dem Vergleichswert 2013. Gleichzeitig ist der Anteil derer, die diese Geldanlage wenig attraktiv finden, um sechs Prozentpunkte auf ein Fünftel (20 Prozent) gesunken.

Entsprechend kommt für 40 Prozent der Sparer eine Anlage in nachhaltige Investmentfonds ganz sicher oder wahrscheinlich in Frage. Nur jeder Vierte (24 Prozent) lehnt ein solches Investment ab. Bemerkenswert ist, dass ökologische oder soziale Gesichtspunkte für viele Anleger bei der Geldanlage mindestens genauso wichtig sind wie der Gewinn, der am Ende herauskommt: 85 Prozent der Befragten wären bereit, zugunsten der Nachhaltigkeit weniger Gewinn in Kauf zu nehmen (Vergleichswert 2010: 63 Prozent).

Nur eine kleine Minderheit (11 Prozent) zeigt sich nicht gewillt, für die Nachhaltigkeit eines Produkts auf einen Teil ihres Gewinns zu verzichten (2010: 35 Prozent). „Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass das Thema Nachhaltigkeit längst keine Modeerscheinung mehr ist und mittlerweile auch unter deutschen Privatanlegern einen hohen Stellenwert genießt“, sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment. Die gestiegene Attraktivität von nachhaltigen Investments führt er zum einen auf das veränderte Konsumverhalten der Menschen mit bewussterer Produktauswahl zurück. Zum anderen suchten die Sparer in Zeiten niedriger Zinsen und zunehmender Unsicherheit an den Kapitalmärkten nach adäquaten Anlagealternativen. Nachhaltige Geldanlagen seien dabei eine Option. So Union Investment.

FAZIT. Auch wenn die bestehenden Anleger vermehrt nun auch auf die Nachhaltigkeit eines Produkts achten, wäre es schön, wenn die Gesamtheit der Anleger wachsen würde. Der Weg vom Sparer zum Anleger ist zwar nicht leicht, aber für einen langfristigen Vermögensaufbau zwingend notwendig. Wenn am Ende dann noch nachhaltige Anlagen gewählt werden, umso besser.

TIPP. Wer nicht weiß, wie das Anlegen an der Börse geht – es ist erlernbar: Für den Anfang tut es gute Börsenliteratur. Wir haben einige interessante Bücher zusammengestellt, die nicht nur die Grundlagen vermitteln, sondern auch für Fortgeschrittene noch neue Erkenntnisse bieten. Anschließend sollte man sich an ein Depot wagen. Dank eines Depot-Vergleichs lassen sich rasch die jeweils günstigsten Angebote herausfiltern und schon kann es losgehen.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage und beim alltäglichen Lebensgenuss

Ihre marktEINBLICKE-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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