Anleger zeigten sich gestern an den US-Börsen nach der Leitzinsanhebung der Fed erleichtert. Zumindest besteht jetzt mehr Klarheit, während Börsianer offenbar der Einschätzung von Notenbankchef Warsh folgen, wonach alles in Butter sei, bis auf kleines ärgerliches Detail bei der Inflation.
Heard in New York
Der NASDAQ Composite beendete den gestrigen Donnerstaghandel mit einem Plus von 1,7 Prozent auf 26.418 Punkte, während der S&P 500 um 1,1 Prozent auf 7.637 Zähler kletterte. Im Dow Jones Industrial Average lag das Plus bei 0,6 Prozent auf 51.779 Zähler.
Die Aktienmärkte erholten sich einen Tag nach der Entscheidung der US-Notenbank Fed, die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte anzuheben. Die Fed deutete zudem an, dass in diesem Jahr mindestens eine weitere Zinserhöhung möglich sei.
Die Erholung gestrige Erholung – insbesondere bei Technologieaktien – deutet darauf hin, dass viele Anleger über die Aussicht auf ein längerfristig hohes Zinsniveau oder ein anhaltend inflationäres Umfeld hinwegsehen. Stattdessen richten sie ihren Fokus wieder auf das Thema Künstliche Intelligenz, das die Unternehmensgewinne weiterhin stützen könnte.
Konnichiwa Tokio!
Die asiatischen Börsen zeigten sich am Freitagmorgen weitgehend stärker und folgten der Wall Street. Im japanischen Nikkei 225 lag das Plus zuletzt bei 1,4 Prozent auf 65.050 Punkte. Anleger zeigten sich auch angesichts einer Entspannung bei den Ölpreisen erleichtert. Im Fokus stand auch die Bank of Japan, die ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent angehoben hatte – den höchsten Stand seit 1995.
Die Zinserhöhung erfolgt vor dem Hintergrund einer zunehmenden Inflation im Land und eines historisch schwachen Yen. Die zuletzt gemessene Inflationsrate für August lag bei 1,9 Prozent, während Tokio und Washington eine koordinierte Intervention durchführen, um den Yen zu stützen.
So steht´s um den DAX
Trotz der verbesserten Stimmung an der Wall Street zeigt sich der DAX am Freitag nur wenig bewegt. Die Analysten bei der Helaba verweisen darauf, dass die 55-Tagelinie bei 25.729 mehrfach getestet worden, aber nicht nachhaltig überschritten worden sei. „Sollte dies noch gelingen, wäre der Weg bis zum 21-Tagedurchschnitt bei 25.926 und zur runden 26.000-Punkte-Marke nicht mehr weit“, heißt es weiter.
So handeln Sie heute den DAX
Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Wertentwicklung.
Das Long-Szenario: Auf der Oberseite ist die erste Hürde erneut am GD50 (aktuell bei 25.761) zu finden. Danach sollte es zur Bestätigung über das Top vom 6. Juli bei 25.900 hinausgehen. Oberhalb der 26.000er-Barriere und des Zwischentiefs vom 6. August bei 26.082 könnte sich ein Sprint an das Zwischenhoch vom 4. September (26.168) anschließen, bevor der Bremsbereich um 26.400 überboten werden müsste. Gelingt auch der Sprung über das Verlaufshoch vom 12. August bei 26.574 Punkten, wäre ein Anstieg auf das amtierende Rekordhoch bei 26.619 möglich.
Das Short-Szenario: In der Gegenrichtung ließen sich die ersten Haltelinien weiterhin am Januar-Hoch (25.508) sowie am Mai-Top (25.438) festmachen. Etwas tiefer sollte die mittelfristige 100-Tage-Linie (25.276) einen Rücksetzer auffangen, ehe das neue September-Tief bei 25.173 angesteuert werden dürfte. Wird anschließend noch das Gap vom 27. Juli bei 25.099 geschlossen, müsste mit einem Test der 25.000er-Marke gerechnet werden.
| Produkt (Call) | WKN | SL/KO/Strike* | Hebel |
|---|---|---|---|
| Open End Turbo Call | UQ9X09 | 22.670,24 | 8,57 |
| Open End Turbo Call | WA2874 | 23.646,45 | 12,69 |
| Produkt (Put) | WKN | SL/KO/Strike* | Hebel |
| Open End Turbo Put | WB0XVW | 28.640,08 | 8,60 |
| Open End Turbo Put | WB1FZN | 27.679,69 | 12,67 |
*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand: 18.09.2026, 7:00 Uhr
Wichtige Tagestermine
Hierzulande schauen Anleger unter anderem auf die deutschen Erzeugerpreise, während in den USA am Nachmittag die August-Industrieproduktion im Fokus stehen wird.
Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.





