Bildquelle: markteinblicke.de

Während sich die Mächtigen der Welt dieser Tage in Davos auf dem Weltwirtschaftsforum ein Stelldichein geben, beginnt an der Wall Street die Berichtssaison zum Schlussquartal 2019 an Fahrt zu gewinnen. Die bisherigen Zahlen sehen gut aus. Nennenswerte Enttäuschungen sind bislang ausgeblieben. Die US-Indizes rangieren weiter im Bereich ihrer Allzeithochs. Dem DAX wiederum gelang es bislang nicht, ein neues Rekordhoch einzustellen. Vielleicht gelingt es nun im Rahmen der Berichtssaison.

Insofern hat das neue Börsenjahr also gut begonnen. Langfristig orientierte Anleger sehen sich einmal mehr abseits der geopolitischen Lage bestätigt. Wir wollen an dieser Stelle nicht in die Glaskugel schauen. Es wäre heute auch mehr als unseriös, etwas zum weiteren Verlauf der Lage im Nahen Osten zu schreiben. Fakt ist, dass dieses Szenario ein weiterer Faktor ist, mit dem die Finanzmärkte neben Handelsstreit und Brexit zurechtkommen müssen.

Wir Anleger sollten gelassen bleiben und gewisse Prinzipien der Geldanlage auch in 2020 nicht vergessen. Dazu gehört unter anderem die Risikostreuung. Für Ihren Anlageerfolg ist eine Streuung über verschiedene Anlageklassen und Regionen entscheidend. Alles nur in Deutschland oder in Europa anzulegen – es wäre falsch. Neben Aktien dürfen es auch mal ein paar ETFs oder Zertifikate sein.

Ebenso macht es Sinn, sich auf Schwankungen an den Börsen einzustellen. Denn es geht an den Aktienmärkten auf und ab, doch eine Betrachtung über längere Zeiträume zeigt, dass es in vielen Jahren trotz unterjähriger Schwankungen ein positives Ergebnis gibt. Der DAX-Chart der vergangenen 20 Jahre zeigt es als Beispiel auf. Und noch eines sollten wir immer im Hinterkopf haben:

Die Zeit arbeitet für Anleger. Über längere Zeiträume hinweg werden Verluste seltener – deshalb ist eine langfristige Perspektive so wichtig. Je länger der Anlagezeitraum ist, desto geringer sind die Ausschläge nach unten – deshalb ist es so wichtig, sich über den Anlagehorizont bewusst zu werden. Ebenso sollten wir auch einen weiteren Umstand als Anleger beherzigen:

Durchgehend investiert zu bleiben zahlt sich aus! Lassen wir uns nicht von Emotionen leiten. Der Glaube, cleverer zu sein als der Markt, um nur die guten Zeiten zu erwischen, kann oft teuer bezahlt werden. Warum? Unsere Antwort ist einfach: Kurseinbrüche sind schwer vorherzusagen und nach einer Abwärtsphase folgt häufig ebenso unvermittelt ein steiler Kursanstieg. Wenn man dann diese wichtigen Tage der Erholung verpasst, wirkt sich das auf die Gesamtrendite häufig negativer aus, als die gesamten Schwankungen mitzumachen. Wir haben es schon in mancher Position im Musterdepot erlebt.

„Cool bleiben“ ist unserer Meinung nach also besser für jeden Anleger. Und ganz zum Schluss: Das Thema Timing. Wann Sie einsteigen, ist (eigentlich) egal. Denn wenn Sie sich über den Anlagezeitraum klar sind und sich dieser über einen längeren Zeitraum erstreckt – dann ist es egal, ob Sie im Februar, Mai oder November einsteigen.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg und Freude bei der Geldanlage und beim alltäglichen Lebensgenuß

Ihre marktEINBLICKE-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

P.S. Um auch bei wenigen Transaktionen Geld zu sparen, bietet sich auch immer ein Depot-Vergleich an.

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